Micron Document
____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|


The NomadNet German Wikipedia | Archives | Info
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b

🔍 Search

ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ

Grabeskirche
──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────
top
31.77861135.229444coordinatesKoordinaten: 31° 46â€Č 43″ N, 35° 13â€Č 46″ O

Als Grabeskirche oder Kirche vom heiligen Grab wird die Kirche in der Altstadt Jerusalems bezeichnet, die an der ĂŒberlieferten Stelle der Kreuzigung und des Grabes Jesu steht. Die Kirche zĂ€hlt zu den grĂ¶ĂŸten HeiligtĂŒmern des Christentums und ist heute eine Simultankirche verschiedener Konfessionen.

Grabeskirche ist die in der Westkirche ĂŒbliche Bezeichnung. In der Ostkirche bzw. von orthodoxen Christen wird das GebĂ€ude Auferstehungskirche (griechisch Ναός της Î‘ÎœÎ±ÏƒÏ„ÎŹÏƒÎ”Ï‰Ï‚, von áŒ€ÎœÎŹÏƒÏ„Î±ÏƒÎčς anastasis, „Auferstehung“) genannt. Die Kirche ist der Sitz des griechisch-orthodoxen Patriarchen von Jerusalem und des katholischen Erzpriesters der Basilika des heiligen Grabes. Das „Heilige Grab“ (Î Î±ÎœÎŹÎłÎčÎżÏ‚ Î€ÎŹÏ†ÎżÏ‚, Sanctum Sepulcrum) im Innern der Kirche wurde verschiedentlich nachgebaut (siehe Nachbildungen des Heiligen Grabs).

Neben diesem KirchengebÀude tragen weitere Kirchen die Bezeichnung Grabeskirche. So ist St. Peter in Rom die Grabeskirche des Apostels Petrus. Mit dem Heiligen Grab ist jedoch stets die Grabeskirche Christi bezeichnet.

Es gibt weitere Orte, an denen das Grab Jesu vermutet bzw. verehrt wird, siehe eigener Abschnitt.

Contents

‱ Geschichte
‱ Vorbebauung
‱ Status quo
‱ Adamskapelle
‱ Katholikon
‱ Film
‱ Siehe auch
‱ Literatur
‱ Weblinks

──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────

Geschichte

Vorbebauung

Das GelĂ€nde eines aufgelassenen Steinbruchs,cite-ref-kna20230116-1-0[1] auf dem sich seit dem 4. Jahrhundert die Grabeskirche erhebt, wurde in hellenistischer und frĂŒhrömischer Zeit als GrĂ€berfeld genutzt und lag außerhalb der Stadt Jerusalem. Wann es in die Stadt einbezogen wurde, ist aus archĂ€ologischer Sicht nicht sicher zu entscheiden, da der genaue Verlauf der wohl unter dem Hohepriester Johannes Hyrkanos I. (Regierungszeit: 135–104 v. Chr.) angelegten Zweiten (Stadt-)Mauer nicht feststeht. Meist wird aber angenommen, dass das Areal erst durch die Dritte Mauer zur Zeit Herodes Agrippas I. (41–44 n. Chr.) in die Stadt einbezogen wurde und dadurch auch seine Funktion als BegrĂ€bnisort verlor.cite-ref-0-2-0[2] Daraus folgt, dass auf dem GelĂ€nde der Grabeskirche zur Zeit Jesu von Nazareth († 30 oder 31) BegrĂ€bnisse stattfanden.cite-ref-3[3] Solange der Verlauf der Zweiten Mauer nicht revidiert werden muss, spricht nichts dagegen, dass der Leichnam Jesu nach der Kreuzigung hier beigesetzt wurde. Um das bisherige GrĂ€berfeld nach dem Bau der Dritten Mauer als Wohngebiet nutzen zu können, wurde es rituell gereinigt und danach wohl terrassenartig gestaltet, die FelsengrĂ€ber dabei wohl eher aufgefĂŒllt als abgetragen.cite-ref-4[4]

Im Jahr 70 n. Chr. wurde Jerusalem wĂ€hrend des JĂŒdischen Krieges von der römischen Armee unter Titus belagert, eingenommen und völlig zerstört. Im Bereich der spĂ€teren Grabeskirche werden die AngriffsdĂ€mme der 10. und 15. Legion vermutet.cite-ref-5[5] Es gab dann einige Jahrzehnte ein Legionslager mit kleiner Zivilsiedlung auf dem StadtgelĂ€nde. Eine NeugrĂŒndung unter dem Namen Colonia Aelia Capitolina erfolgte unter Kaiser Hadrian ab 132 n. Chr., ein Auslöser fĂŒr den Bar-Kochba-Aufstand. GegenĂŒber dem 70 n. Chr. zerstörten jĂŒdischen Jerusalem ist die pagane Stadt Aelia in nordwestliche Richtung verschoben. Das Areal der Grabeskirche lag nun im Zentrum dieser römischen NeugrĂŒndung. Westlich des Cardo, an der höchsten Stelle, ließ Hadrian eine KultstĂ€tte fĂŒr Aphrodite und einen Tempel der kapitolinischen Trias errichten.cite-ref-kna20230116-1-1[1] Erhalten sind vom Temenos Hadrians Substrukturen im Bereich der armenischen Vartan-Kapelle in der Grabeskirche.cite-ref-6[6] Die Wahl des Ortes ist nach Klaus Bieberstein keine christenfeindliche Maßnahme Hadrians, der damit eine Verehrung des Grabes Jesu durch den Bau eines darĂŒberliegenden Tempels hĂ€tte unterbinden wollen (und somit kein Beleg fĂŒr eine christliche Lokaltradition des frĂŒhen 2. Jahrhunderts), sondern analog zur Stadtanlage von Gerasa rein stĂ€dtebaulich erklĂ€rbar.cite-ref-0-2-1[2]

Konstantinische Anastasis

Die großen Bauprojekte Kaiser Konstantins in Jerusalem und Umgebung werden von Klaus Bieberstein als architektonische Umsetzung der BeschlĂŒsse des Konzils von Nicaea (325) charakterisiert:

„Wenn Konstantin nur wenige Monate nach dem Konzil den Auftrag gab, in Betlehem eine Basilika zum Gedenken der Menschwerdung, in Jerusalem eine Doppelkirche zum Gedenken des Leidens und der Auferstehung und am Ölberg eine Basilika zum Gedenken der Himmelfahrt zu errichten, so entsprach der Bau dieser drei Kirchenanlagen geradezu wörtlich den Stationen des Glaubensbekenntnisses von Nicaea [
] und es wird offensichtlich, wie ein theologisches Programm im kaiserlichen Bauauftrag seinen Niederschlag fand.“cite-ref-7[7]

Biebersteins Deutung der konstantinischen Grabeskirche wurde unter anderem von JĂŒrgen KrĂŒger, Max KĂŒchler und Kai Trampedach ĂŒbernommen und dadurch breit rezipiert.cite-ref-8[8] Aus kirchenhistorischer Sicht wendet Uta Heil ein, dass die Bauten nicht gleichzeitig, sondern nacheinander begonnen wurden, die Grabeskirche zuerst, und ein gemeinsames, vorab feststehendes Bauprogramm daher unwahrscheinlich sei. Keine zeitgenössische Quelle stellt eine Verbindung zwischen Nicaea und den Kirchenbauten her, dies sei vielmehr eine sekundĂ€re Assoziation aufgrund von Passagen des Glaubensbekenntnisses, die in Nicaea zwischen Arianern und Antiarianern gerade nicht kontrovers waren.cite-ref-9[9] Zwar knĂŒpfte Konstantin an Lokaltraditionen an, aber seine Kirchenbauten waren innovativ und machten Jerusalem zum Ziel christlicher Pilgerströme, so Heil: „Konstantin ist der Finder (auch wenn er finden lĂ€sst) und Erfinder von heiligen StĂ€tten als Orte der Epiphanie des Gottes der Christen.“cite-ref-10[10]

Im Bereich des hadrianischen Temenos befand sich ein Felssporn, der (heute) von Osten 12,75 m, von Westen 5 m ĂŒber dem Felsgrund aufragt, dabei aber nur einen Durchmesser von 2 bis 3,5 m hat. Darauf könnte sich zu Zeiten Hadrians eine Kultstatue befunden haben. Mit diesem auffĂ€lligen Felsen hatte sich bereits in vorkonstantinischer Zeit die Erinnerung an die Kreuzigung Jesu verbunden. Eusebius von Caesarea erwĂ€hnt den Felsen in seinem Onomastikon der biblischen Ortsnamen: „Golgota, Ort des SchĂ€dels, hier wurde Christus gekreuzigt. Das wird auch gezeigt in Aelia nördlich vom Berg Zion.“cite-ref-11[11] Die Ortstradition von Golgota wurde, so Uta Heil, von Konstantin aufgegriffen. Er hatte die sakralrechtliche Kompetenz, einen Eingriff in den Temenos anzuordnen, was mit einem EntsĂŒhnungsritus verbunden war. „Ob man zu Baubeginn schon die Erwartung hatte, auf das Grab zu stoßen wegen des Golgotafelsens, eventuell an Traditionen anknĂŒpfend, oder ob man diesen Fund ĂŒberraschend machte, wie es Euseb ĂŒberschwĂ€nglich beschreibt 
, wird man nicht mehr beantworten können.“cite-ref-12[12]

„Als sich aber statt des beseitigten Fußbodens ein anderer in der Tiefe der Erde zeigte, da zeigte sich auch gegen aller Erwarten das hehre und hochheilige Denkmal der Auferstehung des Heilandes, und der heiligsten Höhle sollte da ein Ă€hnliches Wiederaufleben beschieden sein wie dem Erlöser selber: nachdem sie lange Zeit im Dunkel verborgen gewesen war, kam sie wiederum ans Licht und gab denen, die sie zu sehen herbeigekommen waren, deutliche Kunde von den daselbst geschehenen Wundern; denn sie bezeugte die Auferstehung des Erlösers durch Tatsachen, die lauter sprachen als jeder Mund.“

–

Eusebius von Caesarea

Der Bau der Basilika wurde bald nach 326 von Kaiser Konstantin in Auftrag gegeben, trat an die Stelle des römischen Heiligtums und wurde am 13. September 335 geweiht. Die Anlage, die den Ort des Grabes und den nahebei liegenden Golgota-Felsen einbezog, bestand aus einer Rotunde um die zentrale VerehrungsstĂ€tte des durch eine Ädikula ausgezeichneten Heiligen Grabes im Westen (teilweise erhalten),cite-ref-14[14] einem Eingangsportikus und einer großen Basilika im Osten (nicht erhalten). Der innere, zumindest teilweise nach oben hin offene Raumzylinder der Rotunde wurde im Westen durch einen niedrigeren Umgang auf halbrundem Grundriss mit drei Apsiden und im Osten durch eine aufgeweitete Raumsituation ergĂ€nzt, die zum Eingangsportikus ĂŒberleitete. Innerer Zylinder und AnrĂ€ume waren durch eine StĂŒtzenstellung geschieden, die sich aus vier Pfeilern in den Haupthimmelsrichtungen und je drei monumentalen SĂ€ulen auf rechteckigen Postamenten dazwischen zusammensetzte.cite-ref-15[15] Die SĂ€ulenstellung lĂ€sst auf eine konstantinische StĂŒtzenfolge von vermutlich 11 Meter Höhe schließen, die im Originalzustand durch ein waagerechtes GebĂ€lk abgeschlossen wurde.

Die Heilig-Grab-Ädikula im Zentrum der Rotunde stellte Konstantins Architekten eine besondere Aufgabe: ein Felsengrab, also einen Innenraum, fĂŒr die Betrachtung von außen umzugestalten. Die Grabhöhle wurde durch Abarbeiten des umgebenden Felsens als Grabhaus freigestellt und durch einen angebauten Vorraum architektonisch gefasst.cite-ref-16[16]

Der Golgota-Felsen, heutzutage innerhalb der Grabeskirche, lag unter freiem Himmel zwischen den beiden GebĂ€uden Rotunde und Basilika. Die Beschreibung, die Eusebius von der konstantinischen Grabeskirche gibt, wird durch die Darstellung auf der Madaba-Karte (6. Jahrhundert, Foto) ergĂ€nzt. Man sieht von oben nach unten: die Anastasis-Rotunde (gelbe Mosaiksteine: Vergoldung), darunter das Atrium (braun), die Basilika mit Dach und Giebel, davor Atrium und PropylĂ€en. Es handelt sich um eine fĂŒr die konstantinische Kirchenarchitektur kennzeichnende Hintereinanderordnung von umfangenden und ĂŒberfangenden RĂ€umen. Vom Cardo aus durchschritt der Besucher die Anlage zur GrabesĂ€dikula.cite-ref-17[17]

Die Kirche wurde im Jahre 614 bei der Eroberung Jerusalems durch den persischen Sassanidenherrscher Chosrau II. durch Feuer beschĂ€digt, wie der Chronist Eutychios von Alexandria im 10. Jahrhundert schrieb. Der General Schahrbaraz brachte das Heilige Kreuz nach Ktesiphon. Der Wiederaufbau wurde von Christen am persischen Hof umgehend veranlasst; weder das Ausmaß der BeschĂ€digung noch die Restaurierung lĂ€sst sich archĂ€ologisch belegen.cite-ref-18[18] 630 zog Kaiser Herakleios triumphierend in Jerusalem ein und brachte das Kreuz in die wiedererrichtete Grabeskirche zurĂŒck.

639 wurde Jerusalem von Muslimen erobert, die Grabeskirche blieb offenbar unbeschĂ€digt. Arkulf beschrieb im ausgehenden 7. Jahrhundert eine prĂ€chtige Kirche und fertigte einen Lageplan an, der allerdings von den Kopisten entstellt wurde. Die Version des Codex Vindobonensis 458 (9. Jahrhundert, Foto) zeigt links die Anastasis-Rotunde mit der Heilig-Grab-Ädikula im Zentrum, rechts das Atrium mit Golgota-Kirche und Basilika. Die Golgota-Kirche beschrieb Arkulf als zweistöckig, mit der Adamskapelle im Erdgeschoss, Ă€hnlich dem heutigen Zustand.cite-ref-19[19] Die frĂŒhen islamischen Herrscher beschĂŒtzten die christlichen StĂ€tten in Jerusalem, verboten ihre Zerstörung und ihre Verwendung zu Wohnzwecken. So blieb der Bau weiterhin eine christliche Kirche. Bernhard der Mönch beschrieb um 870 erstmals das Ritual des Heiligen Feuers, das bis heute in der Osternacht in der Anastasis stattfindet. Im 10. Jahrhundert verschlechterten sich die Beziehungen zwischen Christen und Muslimen in Jerusalem, und Eutychios schrieb, dass zu seiner Zeit in der Grabeskirche eine Moschee eingerichtet wurde. 965 verschanzte sich der Patriarch Johannes VII. in der Anastasis; die MĂ€nner des Gouverneurs setzten sie in Brand, und die Kuppel stĂŒrzte ein. Der Patriarch, der sich in eine Zisterne geflĂŒchtet hatte, wurde dort entdeckt und erschlagen.cite-ref-20[20]

FĂŒr den Befehl zur Zerstörung der Grabeskirche bzw. fĂŒr das Datum zur Zerstörung der Grabeskirche gibt es unterschiedliche Daten in verschiedenen Quellen. Der als zuverlĂ€ssigster Chronist eingeschĂ€tzte Yahya von Antiochia gibt als Datum den 28. September 1009 an (umgerechnet in den heutigen Gregorianischen Kalender).cite-ref-21[21] Dagegen nennt z. B. Elias von Nisibis den Beginn des Jahres 400 H. (Hidschra), der 25. Ab (August) des Jahres 1320 seleukidischer Zeitrechnung,cite-ref-22[22] also den 31. August 1009 (umgerechnet),cite-ref-23[23] als Tag des Zerstörungsbefehls vom Fatimiden-Kalifen al-Hakim.

Insbesondere wurde dabei das zu dieser Zeit noch weitgehend intakte Felsengrab abgebrochen, sodass heute vom eigentlichen Grab nur BruchstĂŒcke erhalten sind. Dies hĂ€ngt mit Al-កākim zusammen, der von 1000 bis 1021 in Kairo regierte. Er vollzog eine radikale Wendung in der Politik der herrschenden Fatimiden-Dynastie, die der ismailitischen Richtung der Schiiten angehörte und sich verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig tolerant sowohl gegenĂŒber den Sunniten als auch den nicht-islamischen Religionen gezeigt hatte. Al-កākim hingegen wollte den Untertanen seine neue Interpretation von Islam mit allen Mitteln aufzwingen. Die Christen und Juden wurden am hĂ€rtesten von seiner radikalen Einstellung getroffen. Der Sultan verschĂ€rfte das Dhimmi-System, das im islamischen Recht den Status der Nichtmuslime regelte, die auch nach frĂŒherer Regelung unter anderem eine Kopfsteuer bezahlen mussten und einer Reihe von Diskriminierungen unterworfen waren.

Die Zerstörung des Heiligen Grabes bildete den Höhepunkt dieser religiösen Intoleranz. Das Ereignis löste solches Entsetzen aus, dass der Nachhall schnell das Abendland erreichte und auch dort eine ungeahnte Welle der Empörung auslöste. Kaiser Konstantin IX. Monomachos förderte den Wiederaufbau (1048): Die fast vollstĂ€ndig erhaltenen Außenmauern der Rotunde und Teile der StĂŒtzenstellung konnten wiederverwendet werden. Es gilt als wahrscheinlich, dass erst damals das heutige Emporengeschoss ĂŒber dem Erdgeschossumgang eingerichtet wurde, indem man die konstantinischen SĂ€ulenschĂ€fte quer halbierte und zusammen mit den ebenfalls gekĂŒrzten Pfeilern in den Haupthimmelsrichtungen fĂŒr eine nun erheblich gedrungenere StĂŒtzenreihe verwendete, die zudem als Arkatur (Bogenstellung) ausgebildet wurde. Auf jeden Fall war ab dem 11. Jahrhundert der heute bestimmende charakteristische Aufbau aus verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig hohen Postamenten, die teilweise nach den konstantinischen Mustern nachgearbeitet waren, gedrungenen SĂ€ulen mit einer Art korinthischen Kapitellen und darĂŒber Rundbogenarkaden, die keinerlei Profile besaßen, sondern wie aus der dicken Mauer ausgestanzt wirken, zu erleben. Im Osten war der ursprĂŒngliche Rhythmus von Pfeilern und SĂ€ulen aufgebrochen zugunsten einer geweiteten Öffnung zu einer neu erbauten Apsis. Der östliche Teil der Basilika, das Atrium und die PropylĂ€en wurden nicht wieder aufgebaut.cite-ref-24[24]

Grabeskirche und Kloster der Kreuzfahrer

Als nach der Eroberung Jerusalems durch die Kreuzritter 1099 der Bereich östlich der Rotunde um 1160/1170 durch den Anbau der heute noch bestehenden Kirche umgestaltet wurde, war die Anastasis (áŒˆÎœÎŹÏƒÏ„Î±ÏƒÎčς, griechisch fĂŒr Auferstehung), der Rundbau ĂŒber dem Grab Christi, selbst von keinen gravierenden Eingriffen betroffen. Die bedeutendste Baumaßnahme der Kreuzfahrer war, dass sie das offene Atrium in einen spĂ€tromanischen Kirchenraum umwandelten, was den heutigen Raumeindruck beim Betreten der Grabeskirche prĂ€gt. Die Adamskapelle am Golgotafelsen wurde als Grablege der lateinischen Könige umgestaltet. Die Helenakapelle verband die unterirdische Kapelle der Kreuzauffindung mit dem ĂŒbrigen Kirchenraum. DarĂŒber wurde das Kloster der Chorherren errichtet, so dass die Grabeskirche nicht mehr wie bisher von Osten betreten werden konnte. Stattdessen entstand der heutige Eingang auf der SĂŒdseite mit seiner reprĂ€sentativen Fassade. Aus einer von Ost nach West abschreitbaren Kirche wurde nun eine zentrierte Hauptkirche mit ZugĂ€ngen zu den ober- und unterirdischen MemorialstĂ€tten. Der lateinische Patriarch Fulcherius weihte die Kirche am 15. Juli 1149.cite-ref-25[25]

Ein christlicher Besitz in der muslimischen Stadt

Nach der muslimischen RĂŒckeroberung Jerusalems war die Grabeskirche vom 13. bis ins 15. Jahrhundert das ganze Jahr ĂŒber nur fĂŒr die Kleriker der verschiedenen Konfessionen zugĂ€nglich; zu den Osterterminen strömten die Pilger herein. Das GebĂ€ude verfiel, so stĂŒrzte bei einem Erdbeben 1546 der kreuzfahrerzeitliche Glockenturm auf das griechisch-orthodoxe Baptisterium. 1555 unternahmen die Franziskaner einen Neubau der Heilig-Grab-Ädikula.cite-ref-26[26]

Im 17. Jahrhundert versuchten die sechs christlichen Konfessionen, die in der Grabeskirche vertreten waren, ihren Anteil am heiligen Bereich auf Kosten der anderen Gruppen auszudehnen. Griechen, Lateiner (Franziskanische Kustodie) und Armenier waren dabei auf Kosten der Kopten, Georgier und Äthiopier erfolgreich. Georgier und Äthiopier als die beiden Ă€rmsten Kirchen verloren ihre AnsprĂŒche und mussten auf das Dach bzw. in benachbarte GebĂ€ude ausweichen.cite-ref-27[27]

Der einsturzgefĂ€hrdete Zustand der konischen, nach oben offenen hölzernen Dachkonstruktion machte im frĂŒhen 18. Jahrhundert einen Neubau erforderlich, den die franziskanische Kustodie 1720 fertigstellte. 1808 wurde ein Großteil der Grabeskirche, darunter die Heilig-Grab-Ädikula, durch einen Brand schwer beschĂ€digt. Europa war mit den Napoleonischen Kriegen beschĂ€ftigt; die griechisch-orthodoxe Kirche fĂŒhrte die Renovierung durch, wobei auch die jetzige Grabkapelle im Stil des tĂŒrkischen Rokoko neu errichtet wurde. Der Salbungsstein erhielt seinen heutigen Ort im Eingangsbereich, die GrĂ€ber der Kreuzfahrerkönige verschwanden.cite-ref-28[28]

1863 stand die nĂ€chste Renovierung des Daches an; die Holzkonstruktion wurde durch die heutige Metallkuppel ersetzt. Das schwere Erdbeben von 1927 machte den baufĂ€lligen Zustand der gesamten Grabeskirche offensichtlich. Die britischen Mandatsbehörden setzten Eisengitter und HolzstĂŒtzen ein, um den Einsturz zu verhindern. 1949 wurde die Grabeskirche ein weiteres Mal durch einen Brand beschĂ€digt. 1956 unter jordanischer Verwaltung stimmten die in der Grabeskirche vertretenen Konfessionen erstmals einer Gesamtrenovierung zu, die ab 1960 von Griechen, Lateinern und Armeniern begonnen wurde. Neben der statischen Sicherung stand die Entfernung der neuesten Umbauten im Vordergrund, so dass die Kreuzfahrerkirche und ihre VorgĂ€ngerbauten besser erkennbar wurden. Bei diesen Bauarbeiten fanden auch archĂ€ologische Untersuchungen statt.cite-ref-29[29]

Seit einer Renovierung 1555 wechselte die Kontrolle ĂŒber die Kirche zwischen den Franziskanern und den Griechisch-Orthodoxen, je nachdem, welche Konfession fĂŒr bestimmte Zeit einen Ferman von der Hohen Pforte erhalten konnte, oft durch offene Bestechung. 1767, als man genug von den begleitenden Streitereien und Unruhen hatte, erließ die Hohe Pforte einen Ferman, der die Kirche zwischen den Parteien aufteilte. Der letzte Ferman von 1852 (Status quo 1852) bestĂ€tigte das Arrangement und ließ es zu einer permanenten Regelung werden. Der Streit um die Schutzherrschaft ĂŒber die Grabeskirche war 1853 vordergrĂŒndig Auslöser des Krimkrieges um die Vorherrschaft im zerfallenden Osmanischen Reich, in dem sich Russland einerseits und das Osmanische Reich, Frankreich und Großbritannien andererseits gegenĂŒberstanden.

Status quo

Heute ist die Grabeskirche in den HĂ€nden von sechs christlichen Konfessionen: Die Hauptverwaltung der Kirche haben die Griechisch-Orthodoxen, die römisch-katholische Kirche, vertreten durch den Franziskaner-Orden, und die Armenische Apostolische Kirche inne. Im 19. Jahrhundert kamen die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien, die Kopten und die Äthiopisch-Orthodoxe Tewahedo-Kirche hinzu. Sie bekamen nur einige kleinere Schreine und Aufgaben zugeteilt; die Äthiopier leben als kleine Gruppe auf einem Dach der Kirche. Dieses Deir-al-Sultan-Kloster wird jedoch von den Kopten beansprucht und ist seit 2004 einsturzgefĂ€hrdet. Der Streit verhindert eine Renovierung. Protestantische Kirchen sind in der Grabeskirche nicht vertreten.

Wegen der Streitigkeiten verwahrt die muslimische Familie Joudeh seit mehreren Jahrhunderten die SchlĂŒssel der Kirche und die ebenfalls muslimische Familie Nusseibeh schließt die HaupttĂŒr morgens auf und abends wieder zu. Außerdem traten die Familienmitglieder oft als Schlichter auf. Die Joudehs und Nusseibehs werden mindestens seit der Zeit Saladins mit der Kirche in Verbindung gebracht.

Die israelischen Behörden beließen die festgesetzte Aufteilung (status quo), nachdem die Altstadt nach dem Sechstagekrieg 1967 unter ihre Verwaltung gekommen war. Die komplizierten BesitzverhĂ€ltnisse erschweren bauliche Maßnahmen, da jede VerĂ€nderung eine Verletzung des Status quo verursachen könnte. So steht zum Beispiel eine lĂ€ngst nutzlos gewordene Holzleiter an der Fassade ĂŒber dem Hauptportal. Sie diente im 19. Jahrhundert den Mönchen zum Einstieg in die Kirche, wenn die Tore behördlich geschlossen waren. Seit vielen Jahrzehnten laufen Bestrebungen, sie zu entfernen, doch ist nicht geregelt, wer dazu befugt wĂ€re.

Nicht nur der Besitz in der Kirche ist genau geregelt, sondern auch, wer wann wo wie lange beten darf. So muss zum Beispiel das Grab fĂŒr die tĂ€gliche Prozession der Franziskaner von den Orthodoxen frei gemacht werden. Besonders kritisch wird die Situation zu Ostern, wenn alle Kirchen das Hochfest der Auferstehung feiern. Da die Katholiken selten am Termin der Ostkirche feiern, kommt es dabei vor allem zum Konflikt unter den Orthodoxen. So kommt es gelegentlich zu Handgreiflichkeiten zwischen Mönchen wegen der nicht eingehaltenen Gebetsordnung. Auch wĂ€hrend der Sperrzeiten in der Nacht bleiben Mönche aller Konfessionen in der Kirche. In der Kirche gelten wegen der unumstĂ¶ĂŸlichen Zeiteinteilung auch keine Sommerzeitregelungen. Im Sommer ist daher eine entsprechende Zeitverschiebung zu berĂŒcksichtigen.cite-ref-30[30]

Äußeres der Kirche

Die Grabeskirche ist von allen Seiten umbaut, mit Ausnahme des Vorplatzes auf der SĂŒdseite. Hier befindet sich der einzige öffentliche Zugang zur Kirche. Man blickt auf eine spĂ€tromanisch-frĂŒhgotische, doppelgeschossige Fassade. Der im 12. Jahrhundert erstmals erwĂ€hnte Glockenturm gehört nicht zum ursprĂŒnglichen Baukonzept der Kreuzfahrerkirche. Im Osten ist die (seit 1187 verschlossene) sogenannte Kapelle der Franken der Kirchenfassade vorgelagert, durch die man von außen in die obere Golgotakapelle gelangen konnte. Das Doppelportal zeigt gebrochene, von einem Rankenfries umzogene Spitzbögen. Die gebĂŒndelten SĂ€ulen tragen Pflanzenkapitelle. Dieser Architekturschmuck wiederholt sich im oberen Stockwerk als Rahmen fĂŒr zwei spitzbogige Fenster.cite-ref-31[31]

Die beiden Marmorplatten mit den frĂŒhgotischen TĂŒrsturzreliefs wurden 1929 aus konservatorischen GrĂŒnden abgenommen und befinden sich seitdem im Rockefeller-Museum.cite-ref-1-32-0[32] Sie zĂ€hlen zu den bekanntesten Steinmetzarbeiten des Lateinischen Königreichs. Der rechte TĂŒrsturz gilt als hochwertiger und wird verglichen mit Arbeiten aus der Gegend von Toulouse, der linke dagegen, mitunter als mittelmĂ€ĂŸig kritisiert, als Produkt einer provençalischen Werkstatt.cite-ref-33[33]

‱ Der rechte TĂŒrsturz zeigt Rankenwerk mit Figuren von Menschen, Tieren und mythologischen Wesen. Diese Motivwahl kann mit der NĂ€he der Adamskapelle interpretiert werden: eine Warnung an die Eintretenden, sich der Bedrohung durch Laster und Bosheit stets bewusst zu sein.cite-ref-34[34]
‱ Auf dem linken TĂŒrsturz sind Szenen der Passionsgeschichte zu sehen: Auferweckung des Lazarus, Salbung in Betanien, Einzug Jesu in Jerusalem und das letzte Abendmahl. Das Foto von Auguste Saltzmann (1854) zeigt diesen TĂŒrsturz noch in situ. WĂ€hrend das Relief insgesamt der byzantinischen Kunst verpflichtet ist, folgt die Abendmahlsszene ganz den westlichen Konventionen bei der Darstellung dieses Themas.cite-ref-35[35]

Seit 1995 ist geplant, Kopien der TĂŒrsturzreliefs am Doppelportal der Kirche anzubringen, doch scheitert dies bislang am fehlenden Konsens der Konfessionen, der aufgrund des Status quo fĂŒr eine solche Maßnahme erforderlich ist.cite-ref-1-32-1[32]

Inneres der Kirche

Salbungsstein

→

Hauptartikel

:

Salbungsstein

Direkt hinter dem Portal der Grabeskirche befindet sich der Salbungsstein. Hier wird nach griechisch-orthodoxer Tradition der Salbung des Leichnams Jesu gedacht.cite-ref-36[36] Je nach ZĂ€hlung gilt dieser Ort als 13. Kreuzwegstation. (Eine alternative ZĂ€hlung erachtet als 13. Station eine von den Franziskanern an der Via Dolorosa aufgestellte Statue der schmerzerfĂŒllten Muttergottes, die von den Katholiken in Jerusalem mit Bezug auf das entsprechende mittelalterliche Gedicht „Stabat mater“ genannt wird, und den zugehörigen Altar.) Die heutige Situation wurde durch die Renovierung von 1809 geschaffen.

Golgotafelsen

Rechts des Eingangs liegt der Kalvarienberg oder Golgotafelsen. Hier wird seit dem 4. Jahrhundert die Stelle lokalisiert, an der Jesus zwischen zwei RĂ€ubern gekreuzigt wurde und starb. Da eine Kreuzigung von drei Todeskandidaten auf dem gegenwĂ€rtigen Felssporn nicht hĂ€tte stattfinden können, nimmt man entweder an, der Sporn sei mit dem ĂŒbrigen SteinbruchgelĂ€nde verbunden und die FlĂ€che auf der Kuppe daher grĂ¶ĂŸer gewesen, oder die Lokalisierung des 4. Jahrhunderts besage nur allgemein, dass die Kreuzigung in diesem SteinbruchgelĂ€nde stattgefunden habe.cite-ref-2-37-0[37] Die steilen Treppen, ĂŒber die man heute zu den Golgotakapellen gelangt, datieren von der Renovierung 1809. Auf der oberen Ebene gibt es zwei Kapellen: die sĂŒdliche römisch-katholische Kapelle mit dem Kreuzannagelungsaltar (10. und 11. Kreuzwegstation) und der griechisch-orthodoxe Kreuzigungsaltar (12. Kreuzwegstation). Die franziskanische Kapelle besitzt ein Kreuzgratgewölbe mit Resten der kreuzfahrerzeitlichen Mosaiken. In der orthodoxen Kapelle ist die Spitze des Felssporns freigelegt. Der gleiche Riss des Felsens ist auch in der Adamskapelle im unteren Stockwerk sichtbar. Er wurde bereits um 350 von Kyrill von Jerusalem erwĂ€hnt und mit Verweis auf Mt 27,51 interpretiert. Eine Marmorplatte aus der Zeit der Renovierung durch Kaiser Konstantinos IX. Monomachos wird als Ort des Kreuzes Jesu verehrt.cite-ref-38[38]

Adamskapelle

Unterhalb des Kalvarienbergs steht die griechisch-orthodoxe Adamskapelle. Hier soll der SchĂ€del Adams gelegen haben. Diese Tradition ist erstmals durch Epiphanios im 8. Jahrhundert bezeugt.cite-ref-2-37-1[37] Eine seit dem 11. Jahrhundert bezeugte Legende besagt, dass das Blut Jesu durch Felsritzen auf den SchĂ€del geflossen sei und so Adam von der ErbsĂŒnde befreit habe.cite-ref-2-37-2[37] Ein Fels mit teilweise rötlicher FĂ€rbung, der neben der Adamskapelle zu sehen ist, soll diese Geschichte belegen.

Katholikon

Im Zentrum der Kirche, von der Rotunde her zugĂ€nglich, liegt das Mittelschiff der Kreuzfahrerkirche, das durch nachtrĂ€glich eingezogene SeitenwĂ€nde heute als Gottesdienstraum der griechisch-orthodoxen Kirche abgeteilt ist. Es wird als Katholikon bezeichnet. Im Zentrum der Vierung bezeichnet ein schalenĂ€hnlicher Stein den Nabel der Welt (Omphalos). Dass der Golgatafelsen die Mitte der Welt sei, liest man erstmals bei Kyrill von Jerusalem (4. Jahrhundert).cite-ref-39[39] Über der Vierung erhebt sich eine Kuppel, die nach dem Erdbeben von 1927 gĂ€nzlich erneuert wurde. Die Mosaiken, die Christus als Pantokrator sowie Maria und ostkirchliche Heilige darstellen, wurden 1994 angefertigt.cite-ref-40[40]

Seit 1996 bekrönt eine von Paul Nagel als Lichtkreuz geschaffene und vom griechisch-orthodoxen Patriarchen von Jerusalem Diodoros I. geweihte monumentale Kreuzskulptur die Kuppel des Katholikon.cite-ref-41[41] Es war die Initiative des Professors fĂŒr Kunstgeschichte Gustav KĂŒhnel, ein neues Kreuz zu errichten, das nicht nur der Einzigartigkeit des Ortes wĂŒrdig sein sollte, sondern auch das Symbol fĂŒr alle BemĂŒhungen um die Einheit der christlichen Glaubensgemeinschaften.cite-ref-42[42]

Helenakapelle

Die von den Lateinern als Helenakapelle, von den Armeniern als Grigor-Kapelle bezeichnete Krypta ist seit dem spĂ€ten 15. Jahrhundert als armenischer Besitz in der Grabeskirche bezeugt. Johannes von WĂŒrzburg bezeichnete diese Kapelle 1165 als Ort, an dem Helena das Kreuz Christi gefunden habe. Es handelt sich um eine Unterkirche der Kreuzfahrerzeit, die Fundamentmauern der bereits zerstörten konstantinischen Basilika als SeitenwĂ€nde nutzte. DarĂŒber befand sich das Geviert des Chorherrenstifts; der Tambour, durch den Licht in die Kapelle einfĂ€llt, lag in der Kreuzfahrerzeit im Innenhof dieses Klosters. Die Kapelle wurde 1950 restauriert. Das moderne Bodenmosaik zeigt die Hauptkirchen Armeniens, den Ararat und die Arche Noah.cite-ref-43[43]

Sankt-Vartan-Kapelle

Seitlich des Altars der Grigor-Kapelle fĂŒhrt eine Treppe hinab zur zweistöckigen Sankt-Vartan-Kapelle, die allerdings meist fĂŒr Besucher unzugĂ€nglich ist. UrsprĂŒnglich bildete sie zusammen mit der Kreuzauffindungskapelle der Lateiner eine einzige Grube bzw. die tiefste Stelle des antiken Steinbruchs. Bei Restaurierungsarbeiten unter Leitung von Bischof Guregh Kapikian wurden die HohlrĂ€ume hinter der Grigor-Kapelle untersucht. Bemerkenswert ist dieses Areal zum einen, weil dort die mutmaßlich letzten Reste einer hadrianischen StĂŒtzmauer zu finden sind und zum anderen, weil darauf ein Graffito angebracht ist, das ein spĂ€trömisches Handelsschiff zeigt und die Unterschrift (ĂŒbersetzt) „Herr, wir haben uns auf den Weg gemacht“. FĂŒr dieses Graffito gibt es pagane und christliche InterpretationsvorschlĂ€ge; die judenchristlich-mystische Interpretation des Restaurators Emanuele Testa hat keine allgemeine Zustimmung gefunden.cite-ref-44[44]

Kreuzauffindungskapelle

→

Hauptartikel

:

Kreuzauffindungskapelle

Bei der Kreuzauffindungskapelle der Lateiner handelt es sich um eine römische Zisterne, die bei der Renovierung unter Kaiser Konstantinos IX. Monomachos im 11. Jahrhundert zur Kapelle umgestaltet wurde. Im 12. Jahrhundert wurde lateinischen Pilgern dort eine Steinplatte als Ort des Heiligen Kreuzes gezeigt; eine entsprechende Bodenplatte gibt es dort bis heute. Die WÀnde zeigen Reste der kreuzfahrerzeitlichen Bemalung.cite-ref-45[45]

Heiliges Grab

→

Hauptartikel

:

Heilig-Grab-Ädikula

Das Zentrum der konstantinischen Anastasis-Kirche ist die Heilig-Grab-Ädikula. Sie wird seit dem 4. Jahrhundert als Ort der Auferstehung Christi verehrt. Hier findet in der orthodoxen Osternacht das Ritual des Heiligen Feuers statt. FĂŒr Lateiner ist diese Kapelle die 14. Station des Kreuzweges.

Die heutige Grabeskapelle ist weitgehend ein Neubau von 1809 (nach Brandschaden) im Stile des osmanischen Barock. Sie steht im Zentrum der Rotunde, welche von der großen Kuppel der Kirche ĂŒberwölbt ist. Im Laufe der Zeit offenbarten Risse an den WĂ€nden der Kapelle konstruktive und bauliche MĂ€ngel: Die Marmorplatten an den Seiten waren zu schwer, der verwendete Mörtel ungenĂŒgend.cite-ref-hans-christian-r-ler-46-0[46] Nach der weiteren BeschĂ€digung durch das Erdbeben von Jericho im Jahre 1927 war die Grabeskapelle einsturzgefĂ€hrdet. 1947, im letzten Jahr ihres Mandates fĂŒr PalĂ€stina, versahen die Briten die Ädikula zur vorlĂ€ufigen Sicherung mit einem Stahlkorsett.

Instandsetzung 2016/2017

In streng vertraulichen Verhandlungen in Athen verstĂ€ndigten sich der griechisch-orthodoxe Patriarch von Jerusalem, Theophilos III., der armenische Patriarch Nourhan Manougian sowie namens der römisch-katholischen Kirche der Kustos des Heiligen Landes, Pierbattista Pizzaballa OFM, im MĂ€rz 2016 darauf, die ĂŒberfĂ€llige Instandsetzung der Grabeskapelle durchfĂŒhren zu lassen.

Im Mai 2016 begannen die Arbeiten.cite-ref-47[47] Ein Team von Restauratoren der Nationalen Technischen UniversitĂ€t Athen unter Leitung von Antonia Moropoulou trug den Bau ab, besserte die Steine aus oder ersetzte sie und baute die Ädikula originalgetreu und erdbebensicher wieder auf. Die Kosten der Renovierung waren auf drei Millionen Euro veranschlagt. Infrarotkameras, Endoskope, Laserscanning und eventuell eine Flugdrohne kamen zum Einsatz.cite-ref-48[48] Am 26. Oktober 2016 wurde die Marmorplatte ĂŒber der Grabbank fĂŒr 60 Stunden zwecks wissenschaftlicher Untersuchung entfernt, um die ursprĂŒngliche FelsoberflĂ€che begutachten zu können, auf die Jesu Leichnam der Überlieferung nach abgelegt wurde.cite-ref-49[49] Der Zugang der GlĂ€ubigen zum Heiligen Grab blieb wĂ€hrend der Arbeiten gewĂ€hrleistet.cite-ref-hans-christian-r-ler-46-1[46]

Im Zuge der Restaurierung wurde eine Fensteröffnung in die Marmorverkleidung der Grabkammer-Innenwand auf der gegenĂŒberliegenden Seite der Grabbank geschnitten und verglast. Das Fenster gewĂ€hrt den Blick auf die Reste der aufgehenden Felswand, die bestĂ€tigen, dass es sich bei der Grabkammer um ein in der Region selten vorkommendes Einzelgrab handelt, was wiederum der Bemerkung im Johannesevangelium entspricht, dass Jesus in einem neuen Grab beigesetzt wurde, in das noch niemand gelegt worden war.

Ökumenische Feier

Die Restaurierung wurde mit einer ökumenischen Feier abgeschlossen, dort segneten die beiden Patriarchen der Griechisch-Orthodoxen und der Armenischen Apostolischen Kirche sowie der neue Franziskanerkustos Francesco Patton die Grabkapelle am 22. MĂ€rz 2017 in Gegenwart des Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel BartholomĂ€us I. und des griechischen MinisterprĂ€sidenten Alexis Tsipras feierlich ein. Die WĂŒrdentrĂ€ger betonten einhellig, dass die historische Feier, bei der erstmals alle Konfessionen der Grabeskirche gemeinsam beteten, und die vorausgegangene mehrmonatige Kooperation den Beginn einer neuen ökumenischen Ära in der Heiligen Stadt markierten. Der armenische Patriarch Nourhan Manougian schlug in seiner Ansprache seinen MitbrĂŒdern (die die Grabeskirche verwalten) vor, den anderen Konfessionen einmal pro Jahr nach Ostern die Möglichkeit zu geben, einen Gottesdienst in der Grabeskirche zu feiern.

Orgeln der Grabeskirche

Die Grabeskirche hat drei Orgeln, die fĂŒr die Liturgie der Franziskaner (Lateiner) verwendet werden. Die anderen vertretenen Konfessionen nutzen sie nicht. Alle drei Orgeln sind von Rieger Orgelbau aus Schwarzach in Vorarlberg.cite-ref-50[50]

Hauptorgel

Am westlichen Teil der Rotunde steht auf einer Empore die 1981/82 errichtete Hauptorgel mit 39 Registern auf zwei Manualen und Pedal. Sie wurde von Kardinal König am 29. April 1982 geweiht. Die Orgel ist etwas zurĂŒckgesetzt und daher schwer zu erkennen.cite-ref-51[51]

‱ Koppeln: II/I, I/P, II/P.

Magdalenen-Orgel

Die sogenannte Magdalenen-Orgel befindet sich westlich des Altars der Maria Magdalena und neben der Kapelle der Franziskaner. Die 2014 gebaute Chororgel ersetzte eine Àltere Orgel an derselben Stelle. Das Orgelwerk ist in ein Hauptwerk und ein Oberwerk geteilt.cite-ref-52[52] Das Instrument hat 15 Register auf zwei Manualen und Pedal.cite-ref-53[53]

‱ Koppeln: II/I, I/P, II/P.

Golgota-Orgel

Die am 21. Oktober 2016 von Kustos P. Francesco Patton eingeweihte Orgel ersetzt eine kleinere, von Fra Delfino Fernandez etwa Mitte der 1970er Jahre gebaute Kleinorgel (Truhenorgel).cite-ref-54[54] Das Instrument hat 5 Register (270 Pfeifen) auf 2 Manualen (Manual I: Principale 8â€Č, Ottava 4â€Č, Decimaquinta 2â€Č; Manual II: Bordone 8â€Č, Flauto 4â€Č); die Manuale sind koppelbar. Die Manualtasten sind aus StrĂŒnken von abgestorbenen OlivenbĂ€umen aus dem Garten Getsemani gefertigt. In die Mitte des Notenpults ist ein aus Perlmutt ausgearbeitetes Wappen der Kustodie eingefĂŒgt. Dieses Wappen wurde in Betlehem geschaffen, wo die Franziskaner im 17. Jahrhundert die Technik der Perlmuttverarbeitung einfĂŒhrten.cite-ref-55[55]

Andere Lokalisierungen des Grabes Jesu

Nach einer Tradition, die seit dem 4. Jahrhundert sicher bezeugt ist, befindet sich das Grab Jesu im Zentrum der von Kaiser Konstantin erbauten Anastasis. Zwei weitere antike jĂŒdische FelsengrĂ€ber werden als Grab Jesu in Betracht gezogen, besitzen aber keine bis in die Antike zurĂŒckreichende Jesusgrab-Tradition:

‱ Das Gartengrab ist ein eisenzeitliches Felsengrab nördlich des Damaskustores, das in byzantinischer Zeit durch EinfĂŒgung von TroggrĂ€bern umgestaltet wurde. Einen Zusammenhang dieses Grabes mit Jesus von Nazareth stellte erst Charles George Gordon in den 1880er Jahren her; eine nahegelegene, schĂ€delförmige Felsformation wurde bereits seit den 1840er Jahren als Golgota interpretiert.cite-ref-56[56]
‱ Das 1980 in West-Jerusalem entdeckte Talpiot-Grab ist eine jĂŒdische Familiengruft aus frĂŒhrömischer Zeit mit mehreren PrimĂ€rbestattungen und Ossuaren. Ein Ossuar war mit dem Namen Jeschua bar Jehosef beschriftet. Die Identifikation der Anlage als Grablege der Jesus-Familie beruht hauptsĂ€chlich auf der griechischen Inschrift Mariamenou Mara, die mit Maria Magdalena identifiziert wird. Sowohl die Gleichsetzung Mariamne = Magdalena als auch die Lesung der Inschrift sind unsicher.cite-ref-57[57]

Außerhalb des jĂŒdisch-christlichen Kontextes werden JesusgrĂ€ber in Indien und Japan gezeigt:

‱ In Srinagar (Kaschmir) wird der Schrein Roza Bal als Grab eines Weisen namens Yuz Asaf verehrt. Yuz Asaf wurde von Mirza Ghulam Ahmad, dem GrĂŒnder der Ahmadiyya-Bewegung, aufgrund „göttlicher Inspiration“ mit Jesus von Nazareth identifiziert.cite-ref-58[58]
‱ Die von Ghulam Ahmed vertretene Hypothese, dass Jesus nach Indien gereist sei, existiert auch in einer ostasiatischen Variante. Demnach wurde Jesus von einem Weisen am Berg Fuji unterrichtet, kehrte nach JudĂ€a zurĂŒck und trat dort öffentlich auf, entkam aber seiner Hinrichtung (die stattdessen seinen Bruder Isukiri traf), floh nach Japan, grĂŒndete eine Familie und starb hochbetagt als Reisbauer. Das „Jesusgrab“ im Dorf Shingƍ ist eine PilgerstĂ€tte fĂŒr Shintoisten und Buddhisten, die auch das Interesse von Touristen findet.cite-ref-59[59]

Film

‱ Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen, Dokumentarfilm von Hajo Schomerus, 2010

Siehe auch
Literatur

‱ Martin Biddle, Gideon Avni, Michel Zabe: Die Grabeskirche in Jerusalem. Belser, Stuttgart 2000, ISBN 3-7630-2379-8.
‱ Klaus Bieberstein: Heiliges Grab I. ArchĂ€ologisch. In: Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG). 4. Auflage. Band 3, Mohr-Siebeck, TĂŒbingen 2000, Sp. 1565–1567.
‱ Raymond Cohen: Saving the Holy Sepulchre: How Rival Christians Came Together to Rescue Their Holiest Shrine. Oxford University Press, New York 2008. ISBN 978-0-19-518966-7.
‱ Virgilio C. Corbo: Il Santo Sepolcro di Gerusalemme. The holy sepulchre in Jerusalem. Aspetti archeologici dalle origini al periodo crociata. 3 BĂ€nde. Jerusalem 1981.
‱ Charles CoĂŒasnon: The church of the holy sepulchre. Oxford University Press, London 1974, ISBN 0-19-725938-3.
‱ Shimon Gibson: Die sieben letzten Tage Jesu. Die archĂ€ologischen Tatsachen. Beck, MĂŒnchen 2010, ISBN 978-3-406-60502-4.
‱ JĂŒrgen KrĂŒger: Die Grabeskirche zu Jerusalem. Geschichte – Gestalt – Bedeutung. Schnell & Steiner, Regensburg 2000, ISBN 3-7954-1273-0.
‱ Max KĂŒchler: Jerusalem. Ein Handbuch und StudienreisefĂŒhrer zur Heiligen Stadt. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2007, ISBN 978-3-525-50170-2. S. 415–481.
‱ Thomas Pratsch (Hrsg.): Konflikt und BewĂ€ltigung. Die Zerstörung der Grabeskirche zu Jerusalem im Jahre 1009. Millennium Studies, Walter de Gruyter, Berlin 2011, ISBN 978-3-11-025351-1 und e-ISBN 978-3-11-025352-8.
‱ Ute Verstegen: Die architektonische Inszenierung der christlichen Erinnerungsorte im Heiligen Land – Architektursemantische Betrachtungen zu einem konstantinischen Innovationskonzept. In: INSITU. Zeitschrift fĂŒr Architekturgeschichte 7 (2/2015), S. 151–170 (160f).

Weblinks

Commons

: Grabeskirche

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wiktionary: Grabeskirche

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

‱ Griechisch-orthodoxes Patriarchat von Jerusalem: The Holy Sepulchre and the All-holy Church of the Resurrection
‱ Franziskanische Kustodie des Heiligen Landes: Holy Sepulchre
‱ Armenisches Patriarchat von Jerusalem: Holy Places

Einzelnachweise

cite-note-kna20230116-11. ↑ Grabungen unter Jerusalemer Grabeskirche bringen neue Details. In: katholisch.de. 16. Januar 2023, abgerufen am 16. Januar 2023.
cite-note-0-22. ↑ Klaus Bieberstein: Heiliges Grab I. ArchĂ€ologisch. In: Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG). 4. Auflage. Band 3, Mohr-Siebeck, TĂŒbingen 2000, Sp. 1565–1567., Sp. 1565.
cite-note-33. ↑ Katharina Galor: Finding Jerusalem: Archaeology between Science and Ideology. University of California Press, Oakland 2017, S. 135.
cite-note-44. ↑ Max KĂŒchler: Jerusalem. Ein Handbuch und StudienreisefĂŒhrer zur Heiligen Stadt. Göttingen 2007, S. 430f.
cite-note-55. ↑ Max KĂŒchler: Jerusalem. Ein Handbuch und StudienreisefĂŒhrer zur Heiligen Stadt. Göttingen 2007, S. 431.
cite-note-66. ↑ Max KĂŒchler: Jerusalem. Ein Handbuch und StudienreisefĂŒhrer zur Heiligen Stadt. Göttingen 2007, S. 470. Uta Heil: Konstantin und Jerusalem. Theologische Architekturinterpretationen in neueren Veröffentlichungen. In: Uta Heil, Jörg Ulrich (Hrsg.): Kirche und Kaiser in Antike und SpĂ€tantike. Festschrift fĂŒr Hanns Christof Brennecke zum 70. Geburtstag. De Gruyter, Berlin / Boston 2017, S. 225–248, hier S. 240.
cite-note-77. ↑ Klaus Bieberstein: Theologie in Stein: Die Grabeskirche im Wandel der Zeiten. In: Welt und Umwelt der Bibel 1 (1996), S. 35-43, hier S. 36.
cite-note-88. ↑ Vgl. Kai Trampedach: Die Konstruktion des Heiligen Landes. Kaiser und Kirche in Jerusalem von Constantin bis Justinian. In: Michael Sommer (Hrsg.): Die Levante. BeitrĂ€ge zur Historisierung des Nahostkonflikts (= Freiburger BeitrĂ€ge zu Entwicklung und Politik. Band 27). Freiburg im Breisgau 2001.
cite-note-99. ↑ Uta Heil: Konstantin und Jerusalem. Theologische Architekturinterpretationen in neueren Veröffentlichungen. In: Uta Heil, Jörg Ulrich (Hrsg.): Kirche und Kaiser in Antike und SpĂ€tantike. Festschrift fĂŒr Hanns Christof Brennecke zum 70. Geburtstag. De Gruyter, Berlin / Boston 2017, S. 225–248, hier S. 233.
cite-note-1010. ↑ Uta Heil: Konstantin und Jerusalem. Theologische Architekturinterpretationen in neueren Veröffentlichungen. In: Uta Heil, Jörg Ulrich (Hrsg.): Kirche und Kaiser in Antike und SpĂ€tantike. Festschrift fĂŒr Hanns Christof Brennecke zum 70. Geburtstag. De Gruyter, Berlin / Boston 2017, S. 225–248, hier S. 226.
cite-note-1111. ↑ Hier zitiert nach: Uta Heil: Konstantin und Jerusalem. Theologische Architekturinterpretationen in neueren Veröffentlichungen. In: Uta Heil, Jörg Ulrich (Hrsg.): Kirche und Kaiser in Antike und SpĂ€tantike. Festschrift fĂŒr Hanns Christof Brennecke zum 70. Geburtstag. De Gruyter, Berlin / Boston 2017, S. 225–248, hier S. 241.
cite-note-1212. ↑ Uta Heil: Konstantin und Jerusalem. Theologische Architekturinterpretationen in neueren Veröffentlichungen. In: Uta Heil, Jörg Ulrich (Hrsg.): Kirche und Kaiser in Antike und SpĂ€tantike. Festschrift fĂŒr Hanns Christof Brennecke zum 70. Geburtstag. De Gruyter, Berlin / Boston 2017, S. 225–248, hier S. 245–247, Zitat S. 246f.
cite-note-131. Über das Leben des seligen Kaisers Konstantin, III, 28, Bibliothek der KirchenvĂ€ter
cite-note-1414. ↑ Max KĂŒchler: Jerusalem. Ein Handbuch und StudienreisefĂŒhrer zur Heiligen Stadt, Göttingen 2007, S. 478.
cite-note-1515. ↑ Achim Arbeiter: Die Jerusalemer Grabeskirche vor 1109. In: Thomas Pratsch (Hrsg.): Konflikt und BewĂ€ltigung. Die Zerstörung der Grabeskirche zu Jerusalem im Jahre 1009, Berlin 2011, S. 7–34, hier S. 26.
cite-note-1616. ↑ Achim Arbeiter: Die Jerusalemer Grabeskirche vor 1109. In: Thomas Pratsch (Hrsg.): Konflikt und BewĂ€ltigung. Die Zerstörung der Grabeskirche zu Jerusalem im Jahre 1009, Berlin 2011, S. 7–34, hier S. 26–31.
cite-note-1717. ↑ Max KĂŒchler: Jerusalem. Ein Handbuch und StudienreisefĂŒhrer zur Heiligen Stadt, Göttingen 2007, S. 439. Achim Arbeiter: Die Jerusalemer Grabeskirche vor 1109. In: Thomas Pratsch (Hrsg.): Konflikt und BewĂ€ltigung. Die Zerstörung der Grabeskirche zu Jerusalem im Jahre 1009, Berlin 2011, S. 7–34, hier S. 16f.
cite-note-1818. ↑ Max KĂŒchler: Jerusalem. Ein Handbuch und StudienreisefĂŒhrer zur Heiligen Stadt, Göttingen 2007, S. 444.
cite-note-1919. ↑ Max KĂŒchler: Jerusalem. Ein Handbuch und StudienreisefĂŒhrer zur Heiligen Stadt, Göttingen 2007, S. 445–447.
cite-note-2020. ↑ Max KĂŒchler: Jerusalem. Ein Handbuch und StudienreisefĂŒhrer zur Heiligen Stadt, Göttingen 2007, S. 447f.
cite-note-2121. ↑ Bettina Krönung: Al-Hākim und die Zerstörung der Grabeskirche. In: Thomas Pratsch (Hrsg.): Konflikt und BewĂ€ltigung. Die Zerstörung der Grabeskirche zu Jerusalem im Jahre 1009. De Gruyter, Berlin 2011, S. 140.
cite-note-2222. ↑ Dorothea Weltecke: Die Zerstörung der Grabeskirche: Anfragen an orientchristliche Quellen. In: Thomas Pratsch (Hrsg.): Konflikt und BewĂ€ltigung. Die Zerstörung der Grabeskirche zu Jerusalem im Jahre 1009, Berlin 2011, S. 267.
cite-note-2323. ↑ Kalenderrechner: Islamischer Kalender zu Gregorianischer Kalender
cite-note-2424. ↑ Max KĂŒchler: Jerusalem. Ein Handbuch und StudienreisefĂŒhrer zur Heiligen Stadt, Göttingen 2007, S. 448–450.
cite-note-2525. ↑ Max KĂŒchler: Jerusalem. Ein Handbuch und StudienreisefĂŒhrer zur Heiligen Stadt, Göttingen 2007, S. 448–451.
cite-note-2626. ↑ Max KĂŒchler: Jerusalem. Ein Handbuch und StudienreisefĂŒhrer zur Heiligen Stadt, Göttingen 2007, S. 455.
cite-note-2727. ↑ Max KĂŒchler: Jerusalem. Ein Handbuch und StudienreisefĂŒhrer zur Heiligen Stadt, Göttingen 2007, S. 456f.
cite-note-2828. ↑ Max KĂŒchler: Jerusalem. Ein Handbuch und StudienreisefĂŒhrer zur Heiligen Stadt, Göttingen 2007, S. 457.
cite-note-2929. ↑ Max KĂŒchler: Jerusalem. Ein Handbuch und StudienreisefĂŒhrer zur Heiligen Stadt, Göttingen 2007, S. 457f.
cite-note-3030. ↑ Sommerzeit einigt Israel und PalĂ€stina. (Memento des Originals vom 11. Januar 2012 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pnn.de In: Potsdamer Neueste Nachrichten, 25. MĂ€rz 2010.
cite-note-3131. ↑ Max KĂŒchler: Jerusalem. Ein Handbuch und StudienreisefĂŒhrer zur Heiligen Stadt, Göttingen 2007, S. 458–463.
cite-note-1-3232. ↑ Athanasius Macora: The Status Quo in the Church of the Holy Sepulchre. In: Grazia Tucci: Jerusalem. The Holy Sepulchre, Research and Investigations (2007–2011). Altralinea, Florenz 2019, S. 114–123, hier S. 123.
cite-note-3333. ↑ Alan Borg: Observations on the Historiated Lintel of the Holy Sepulchre, Jerusalem. In: Journal of the Warburg and Courtauld Institutes 32 (1969), S. 25–40, hier S. 25.
cite-note-3434. ↑ L. Y. Rahmani: The Eastern Lintel of the Holy Sepulchre. In: Israel Exploration Journal 26/2 (1976), S. 120–129, hier S. 129.
cite-note-3535. ↑ Alan Borg: Observations on the Historiated Lintel of the Holy Sepulchre, Jerusalem. In: Journal of the Warburg and Courtauld Institutes 32 (1969), S. 25–40, hier S. 34.
cite-note-3636. ↑ Max KĂŒchler: Jerusalem. Ein Handbuch und StudienreisefĂŒhrer zur Heiligen Stadt, Göttingen 2007, S. 463.
cite-note-2-3737. ↑ Max KĂŒchler: Jerusalem. Ein Handbuch und StudienreisefĂŒhrer zur Heiligen Stadt, Göttingen 2007, S. 466.
cite-note-3838. ↑ Max KĂŒchler: Jerusalem. Ein Handbuch und StudienreisefĂŒhrer zur Heiligen Stadt, Göttingen 2007, S. 466f.
cite-note-3939. ↑ Max KĂŒchler: Jerusalem. Ein Handbuch und StudienreisefĂŒhrer zur Heiligen Stadt, Göttingen 2007, S. 480 f.
cite-note-4040. ↑ JĂŒrgen KrĂŒger: Die Grabeskirche zu Jerusalem. Geschichte – Gestalt – Bedeutung. Schnell & Steiner, Regensburg 2000, S. 106.
cite-note-4141. ↑ Gustav KĂŒhnel: Ein neues Kreuz fĂŒr die Grabeskirche. In: Michael Hammers, Johannes Nagel (Hrsg.): Metallarbeiten im kirchlichen Raum: Geist und HĂ€nde Werk. Coleman, LĂŒbeck 1999, ISBN 3-87128-045-3.
cite-note-4242. ↑ Lichtkreuz ĂŒber Golgotha.
cite-note-4343. ↑ Max KĂŒchler: Jerusalem. Ein Handbuch und StudienreisefĂŒhrer zur Heiligen Stadt, Göttingen 2007, S. 469.
cite-note-4444. ↑ Max KĂŒchler: Jerusalem. Ein Handbuch und StudienreisefĂŒhrer zur Heiligen Stadt, Göttingen 2007, S. 469–473.
cite-note-4545. ↑ Max KĂŒchler: Jerusalem. Ein Handbuch und StudienreisefĂŒhrer zur Heiligen Stadt, Göttingen 2007, S. 474.
cite-note-hans-christian-r-ler-4646. ↑ Hans-Christian RĂ¶ĂŸler: Ein kleines Osterwunder in Jerusalem. Die Ädikula ĂŒber dem Heiligen Grab soll restauriert werden. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. MĂ€rz 2016, S. 7.
cite-note-4747. ↑ Katholische Nachrichtenagentur, 22. August 2016.
cite-note-4848. ↑ Stefanie JĂ€rkel: Christentum: Das Grab Jesu wird erdbebensicher. In: Welt online. 4. August 2016, abgerufen am 29. Oktober 2016.
cite-note-4949. ↑ Zitat: Fredrik Hiebert in: Experten öffnen erstmals seit Jahrhunderten das Grab Jesu. In: Welt online. 28. Oktober 2016, abgerufen am 29. Oktober 2016.
cite-note-5050. ↑ Petrus SchĂŒler: Die Orgeln der Grabeskirche. In: Im Land des Herrn. Franziskanische Zeitschrift fĂŒr das Heilige Land, Jg. 71 (2017), Heft 1, S. 13–19.
cite-note-5151. ↑ Petrus SchĂŒler: Die Orgeln der Grabeskirche. In: Im Land des Herrn. Franziskanische Zeitschrift fĂŒr das Heilige Land, Jg. 71 (2017), Heft 1, S. 13–19, hier S. 14 f.
cite-note-5252. ↑ Petrus SchĂŒler: Die Orgeln der Grabeskirche. In: Im Land des Herrn. Franziskanische Zeitschrift fĂŒr das Heilige Land, Jg. 71 (2017), Heft 1, S. 13–19, hier S. 15.
cite-note-5353. ↑ Informationen zur Chororgel auf der Website der Erbauerfirma.
cite-note-5454. ↑ Diese Truhenorgel bleibt erhalten und wird weiterhin eingesetzt.
cite-note-5555. ↑ Im Land des Herrn, Franziskanische Zeitschrift fĂŒr das Heilige Land, 71. Jahrgang 2017, Heft 1, S. 15 ff.
cite-note-5656. ↑ Max KĂŒchler: Jerusalem. Ein Handbuch und StudienreisefĂŒhrer zur Heiligen Stadt, Göttingen 2007, S. 954–959.
cite-note-5757. ↑ JĂŒrgen Zangenberg: Yeshua aus Talpiot und Jesus von Nazaret. In: Welt und Umwelt der Bibel 44 (2007), S. 2–7.
cite-note-5858. ↑ Norbert Klatt: Jesus in Indien. In: Zeitschrift fĂŒr Religions- und Geistesgeschichte 39/3 (1987), S. 267–272, hier S. 269. Mark W. Muesse: Crossing Boundaries. When Founders of Faith Appear in Other Traditions. In: Patrick Gray (Hrsg.): Varieties of Religious Invention: Founders and Their Functions in History. Oxford University Press, New York 2015, S. 175–192, hier S. 178.
cite-note-5959. ↑ Mark W. Muesse: Crossing Boundaries. When Founders of Faith Appear in Other Traditions. In: Patrick Gray (Hrsg.): Varieties of Religious Invention: Founders and Their Functions in History. Oxford University Press, New York 2015, S. 175–192, hier S. 179.